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Frauenfrühstück und Frauenfrühstück plus

Frauenfrühstück Botenheim

Wir laden ganz herzlich zu unseren Frauenfrühstück-Treffen ein. Beginn ist um 9.00 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus, Gülthausstraße 7 (neben der Kirche). Bereits ab 8.30 Uhr ist der Büchertisch geöffnet zum Stöbern und Einkaufen.

"Frauenfrühstück plus" bedeutet, auch Männer sind zu dieser Veranstaltung ganz herzlich eingeladen. Diese findet in der Regel samstags um 9.00 Uhr statt.

Nach einem gemütlichen Frühstück vom Büffet, von dem Mitarbeiterteam liebevoll vorbereitet, erwartet Sie ein interessantes Thema.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Infos unter Tel. 07135-960345 (A. Bühler).

Der Eintritt ist frei. Um eine angemessene Spende für Frühstück und Referent/in wird gebeten.

 

 

Die nächsten Termine:

 

 

Das Frauenfrühstück am Dienstag, 17. März 2020 muss leider auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben werden!!!

 

mit Schwester Dora Schwarzbeck, Dipl. Soz.Päd. (FH), Dozentin am Theologischen Seminar Adelshofen, zum Thema

 

"Drei mutige Frauen in der Apostelgeschichte: Tabita, Lydia, Priscilla"

 

Frauenfrühstück am Dienstag, 10. November 2020

mit E. Eberhardt-Kraft, Zaberfeld

Filmemacher Bernd Umbreit
Filmemacher Bernd Umbreit

Rückblick Frauenfrühstück plus am Samstag, 8. Februar 2020

mit Bernd und Heidi Umbreit

"Eremiten - ein Film über das Geschenk der Stille"

 

Eremiten, Einsiedler - gibt es die heute überhaupt noch? Das hat sich wahrscheinlich so mancher gefragt, als das Frauenfrühstück plus (d.h. plus Männer) zu einem Vormittag mit den Filmemachern Heidi und Bernd Umbreit einlud, die einen Film über diese älteste Form gottgeweihten christlichen Lebens gedreht haben.

Ja, es gibt sie noch, in Deutschland sogar ca. 80 Personen, und sie sind über e-Mail vernetzt und treffen sich alle zwei Jahre irgendwo in Europa. Es sind Nonnen und Mönche, die nach dem alten Klostergelübde leben, nämlich Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam, aber abgeschieden in einer Klause für sich allein. Sie zahlen für diese Einsiedelei keine Miete, pflegen sie aber dafür. Für ihren sehr bescheidenen Lebensunterhalt sorgen sie selbst, indem sie z.B. Religionsunterricht erteilen, im Pflegeheim Nachtdienst machen, Rosenkränze herstellen oder Ähnliches. Auch für die Krankenversicherung kommen sie selber auf. Oberste Priorität hat für Eremiten Stille und Gebet. Neben den Stundengebeten tun sie viel Fürbitte und alle Eremiten beten um 16.30 Uhr das Vaterunser, so dass ihr Gebet ihre Umgebung und sogar das ganze Land umspannt.

Der Film zeigt drei Eremiten, die bereit waren, bei so einem Projekt mitzumachen, was für sie keine leichte Entscheidung war, mussten sie doch dadurch ihr abgeschiedenes Leben einer Öffentlichkeit zugänglich machen.

Ein herzliches Dankeschön an die Umbreits und an alle Mitarbeiterinnen, die diese beeindruckende Veranstaltung möglich gemacht haben!

Rückblick Frauenfrühstück am 5. Nov. 2019

mit Hanna Pissarcyk aus Gemmingen

zum Thema Zufriedenheit - (k)eine Lebenskunst

 

Zufriedenheit - das ist offensichtlich ein Thema, das viele von uns beschäftigt!

Andernfalls wäre das Botenheimer Gemeindehaus vielleicht nicht bis in die letzte Ecke besetzt gewesen.

Nach dem bekanntermaßen tollen Frühstücksbüffet (danke an die fleißigen Helferinnen!!)

stellte die Referentin uns die Frage: Wann  bin ich zufrieden? Keine Frage, darauf geben unterschiedliche Leute unterschiedliche Antworten. Und leider sind Zufriedenheits-Momente oft auch nur kurz. Deshalb ist es wichtig, sich  langfristige Zufriedenheit, Lebenszufriedenheit anzueignen. Nur, wie kann das gehen? Zunächst betonte H. Pissarczyk, wie wichtig es ist, wie Kinder im Moment zu leben, anstatt in Gedanken immer schon einen Schritt weiter zu sein oder sich in die Zukunft zu träumen. Schon der Prediger im Alten Testament meint dazu: „Alles hat seine Zeit“. Und damit denkt er nicht nur an die schönen Seiten des Lebens, auch das Schwere gehört dazu. Wichtig ist, dass wir über dem Warten auf das große Glück nicht das kleine Glück im Alltag verpassen. Natürlich gehören Erinnerungen und Planen für die Zukunft auch zum Leben, aber sie sollen uns nicht beherrschen.

Ein zweiter Aspekt ist, wir können unseren Blick auf das Gute richten, anstatt auf das zu starren, was uns nicht gefällt. Schon Paulus ermuntert uns im Philipperbrief dazu: „Richtet eure Gedanken auf das, was gut ist.“ Unsere Gedanken geben unserem Leben eine Richtung  vor.

Und dann ist Glück auch, das zu tun, was uns Freude macht. Warum nicht einfach mal das tun, was ich gut kann und was ich gerne mache? Keine falsche Bescheidenheit an dieser Stelle!

Die Augen fest zuhalten sollten wir uns beim mächtigen Zufriedenheitskiller Neid! Die Sprüche in der Bibel bringen es auf den Punkt: „Neid ist wie Eiter in den Gebeinen.“ Das beginnt meistens damit, dass wir uns und unser Leben mit anderen vergleichen.

Neid zu verdrängen hilft nicht, aber ihn vor Gott zu bringen und bei ihm loszulassen, genauso wie Zeiten der Trauer. Er gibt erfülltes Leben trotz unerfüllter Wünsche.

Dennoch ist es wichtig, in Zeiten von anhaltender Unzufriedenheit genau hinzuschauen, was nicht stimmt, und zu überlegen, was ich ändern möchte. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir immer nur uns selbst ändern können und dass wir manches gar nicht ändern können.

Das Fazit eines wunderschönen Vormittags: Zufriedenheit ist einerseits eine Lebenskunst, andererseits aber auch ein Geschenk, wie es schon ein Psalm ausdrückt:

„Bei Gott allen kommt meine Seele zur Ruhe.“   (Susanne Langer)

Rückblick Frauenfrühstück am 4. April 2019

mit Hanni Schneider und Sibylle Stegmaier

 

Besuch aus Unteröwisheim - da strömen viele erwartungsvolle Frauen ins Botenheimer Gemeindehaus!

Unter der Überschrift „Geschichten und Poesie“ sprach Hanni Schneider über Lebensträume, die sich nicht erfüllen, und verglich Glauben mit Surfen: Man braucht Mut und Vertrauen, um sich Wind und Wellen zu stellen. Jesus gibt Halt und Frieden, so dass wir trotz Schwierigkeiten und Enttäuschungen in Gottes Nähe fröhlich leben können. Und die Referentin weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, wenn Lebensträume zerbrechen.

Ihre Antwort auf die Frage nach dem Glück? Glück liegt im Augenblick, in Beziehungen, in sinnvollen Aufgaben und letzten Endes in der Liebe, die von Gott kommt und die wir weitergeben können.

Auch Sibylle Stegmaier wusste von leidvollen Erfahrungen zu berichten. Über sie brach vor einigen Jahren plötzlich eine schwere Erkrankung herein, die bis heute nicht ausgestanden ist und bei der sie zunächst über viele Wochen buchstäblich gar nichts tun konnte. Das rüttelt schon am Selbstwertgefühl! Auch Gott schien ihr da sehr weit weg.

Und trotzdem durfte sie in dieser schweren Zeit immer wieder Gutes erfahren: Zuwendung und praktische Hilfe von vielen Menschen, die keine Gegenleistung erwarteten, und dahinter wieder die Liebe Gottes entdecken. Glaube ist für Fr. Stegmaier wie Rückenschwimmen;  man muss die Kontrolle abgeben, aber das Wasser trägt!

Zwischen den einzelnen Beiträgen sorgte traditionelle französische Tanzmusik, gespielt auf der „Quetschkommode“, für fröhliche Stimmung unter dem Motto  „Bunt wie das Leben.

 

 

 

 

Rückblick Frauenfrühstück plus (Männer) am 23.02.2019

mit Margret und Reinhold Klass - "NETHANJA - Gott hat gegeben"

 

Namaste - so wurden die zahlreich erschienenen Gäste im Botenheimer Gemeindehaus beim Frauenfrühstück plus (auch die Männer waren eingeladen) begrüßt.

Namaste - so begrüßt man sich in Indien, und darum ging es in dem spannenden Vortrag von Margarete und Dr. Reinhold Klass, die aus beruflichen Gründen drei Jahre in Bangalore gelebt haben, darüber hinaus aber sich für die indische Nethanja-Kirche engagieren und jedes Jahr Reisen dorthin organisieren.

Ursula und Heinz Starkloff haben dieses Jahr an so einer Reise teilgenommen und, wie könnte es auch anders sein, tolle Bilder mitgebracht.

Zunächst vermittelte der Referent einige Fakten über Indien; so erhielten wir erst einmal einen Eindruck von der Größe des Landes, von den Gegensätzen zwischen enormem Reichtum und bedrückender Armut, aber auch von der ansteckenden Fröhlichkeit der Inder.

Dann ging es um die im Osten des Landes am Rande des Dschungels angesiedelte Nethanja-Kirche, wo aus bescheidenen Anfängen eine weit verzweigte Arbeit entstanden  ist. Ganz entscheidend: Nethanja ist eine Kirche von Indern für Inder, also nicht europäisch geprägt. Traditionelle Tänze statt Posaunenchor, Erwachsenentaufe, Gebet von Bibelschülern rund um die Uhr, volle Kirche, und das bei über 1.000 Plätzen!

Was wäre eine noch so beeindruckende Kirche ohne soziale Projekte? In einem Land wie Indien sind diese doppelt wichtig, kümmert sich der Staat doch z.B. nicht um Menschen mit Behinderung. So hat Nethanja zahlreiche Arbeitszweige wie eine Schule, berufliche Ausbildungsstätten, Krankenhaus, Behindertenheim oder Förderung von Frauen, besonders auch von Witwen, die in der indischen Tradition keine Chance auf ein menschenwürdiges Leben haben.

Schließlich stellte Dr. Klass das Projekt „Wissen schafft Zukunft“ vor, das Slumkindern eine gute Ausbildung im IT-Bereich ermöglicht. Durch Patenschaften sollen 60 Kinder im Programm aufgenommen werden, ein großer Teil ist bereits abgedeckt. Auch aus dem Zabergäu sind noch Unterstützer willkommen!

 

 

Rückblick Frauenfrühstück am 20. März 2018

mit Margarete Benzinger zum Thema "Meine Grenzen - Deine Grenzen"

 

Die Gäste wurden in noch winterlicher Landschaft am Frühlingsanfang mit leuchtendem Gelb und einem gewohnt reichhaltigen und liebevoll hergerichteten Frühstücksbuffet empfangen. Referentin Margarete Benzinger sprach zum Thema „Meine Grenzen – Deine Grenzen“ und zeigte durch ganz praktische Beispiele die Vielschichtigkeit auf, welche Prägungen und Erlebnisse im Laufe des Lebens unsere Bedürfnisse ausmachen. Unsere Grenzen werden enger durch Alter, Krankheit und Einschränkungen. Sie wirken sich im gesellschaftlichen Umfeld in Stadt und Gemeinde aus. Eine zentrale Frage, die wir uns immer wieder stellen sollten: „ Was halte ich aus?“ Wo sind meine (seelischen) Grenzen? Untersuchungen zeigen, dass unsere Vorfahren vor 100 Jahren etwa so viele Informationen lebenslang verarbeiteten, die wir sie heute in einem (!) Monat verarbeiten müssen. An einigen gespielten Situationen zeigte sie uns anschaulich auf, dass Frauen unterschiedliche Grenzen setzen. Verschiedene Verhaltensweisen unserer Mitmenschen fordern uns heraus, Grenzen zu artikulieren und so klarzumachen, dass es mein Gegenüber versteht. Trotzdem ist die Akzeptanz nicht immer gegeben. Durch verschiedenste Manipulationen geschehen Grenzüberschreitungen. Vorwürfe, penetrantes Nachfragen, Ausnützen durch einseitige Forderungen gehören genauso dazu wie geistliche Intoleranz – die andere Art zu glauben wird nicht toleriert. Als Beispiel geistlichen Missbrauchs zeigte die Referentin auf, den Gegenüber mit Bibelversen zu bedrängen, ihm falsches Verhalten vorzuhalten, sich über den Anderen zu überheben.  In ihrer Tätigkeit als Lebensberaterin und  Betreuerin ermutigt sie Menschen, ihre Grenzen zu definieren und zu verteidigen. Die weise Aussage von Martin Luther King: „Kein Mensch kann auf deinem Buckel reiten, wenn du ihn nicht krumm machst.“ zeigt auf, dass unsere Haltung entscheidet, ob wir in die Opferrolle fallen. M. Benzinger zeigte an der Person Jesus auf, dass wir seelsorgerlich miteinander umgehen sollten. Er klopft bei uns an und stolpert nicht ungefragt in unsere (Herzens-)Tür. Jesus fragte vor der Heilung: „Was willst du?“ Nehmen wir ihn uns als Beispiel, damit die gegenseitige Wertschätzung im Mittelpunkt stehen kann. Jesus kann uns unsere Grenzüberschreitungen bewusst machen und wir können um Vergebung bitten. Veränderung bei mir ist wichtig – meine Mitmenschen soll und kann ich nicht ändern! Dieses Fazit zog M. Benzinger am Ende ihres kreativen Vortrages und wir hätten ihr gerne noch länger zugehört.

 

Rückblick Frauenfrühstück plus am 10. Febr. 2018

mit Schwester Marlies von der Grimmialp zum Thema "Wunschlos? Glücklich?"

 

So voll war es schon lange nicht mehr, das Gemeindehaus in Botenheim! Noch im letzten Winkel mussten Tische aufgestellt werden, damit alle Platz fanden und das leckere und ganz liebevoll vorbereitete Frühstück genießen konnten.

Aber schließlich hatten wir Besuch von Schwester Marlies von der Grimmialp, die über das Thema „Wunschlos? Glücklich?“ referierte und auf die sich viele schon lange besonders gefreut hatten.

Zunächst jedoch wirkte Sr. Marlies gar nicht glücklich, als sie zwar mit Clownsnase, aber verzweifelt gesenktem Kopf klagte, dass sie „sie“ nicht los wird.

„Sie“ - damit waren z.B. Wünsche gemeint, hinter denen meist Grundbedürfnisse stecken wie der Wunsch, zu lieben und geliebt zu werden, oder der Wunsch nach Anerkennung und Entfaltung. Auch Schuld ist so etwas, was niemand gern mit sich herumträgt. Hier rät die Referentin dazu ein, Schuld demütig bei Gott abzuladen und dadurch frei und empfänglich für Gutes zu werden. Oder negative Eigenschaften und Gewohnheiten, die wir am liebsten sogar vor uns selbst verstecken möchten! Manchmal stecken wir in Rollen fest, die unsere anderen Gaben verkümmern lassen und aus denen wir gerne heraustreten wollen.

Bei allen diesen Dingen hilft es nicht weiter, wenn wir versuchen sie zu verdrängen. Im Gegenteil, das verstärkt sie eher. Viel hilfreicher ist es, wenn wir sie anschauen und darüber reden.

Sind wir glücklich, wenn wir keine Wünsche mehr haben? Die Antwort darauf war ein klares Nein, dann sind wir eher tot als glücklich. Wichtig ist es, auf die kleinen Glücksmomente zu achten, denn das große Glück ist eine Zugabe, die wir gar nicht jeden Tag verkraften könnten. Wünsche sind ein Motor, der uns in Bewegung setzt, und auch mit unerfüllten Wünschen können wir dennoch glücklich und zufrieden leben.

Wir danken Sr. Marlies für den bereichernden Vormittag und wünschen ihr und ihren Mitschwestern Gottes Segen.

Sr. Marlies, Communität Steppenblüte, CH-Grimmialp
Sr. Marlies, Communität Steppenblüte, CH-Grimmialp